Wissenschaftliche Informationen

Zusammenfassung:

Die häufigsten Todesursachen sind Erkrankungen aus dem Herz-Kreislauf-System - Herzinfarkt und Schlaganfall, seit Jahrzehnten und weltweit.

Es geht um Arteriosklerose, die früh beginnen kann und rückbildungsfähig ist. Und wenn man sie spürt ist es spät, aber nicht zu spät. Es geht insbesondere auch um Vorsorgeuntersuchungen bei Risikopatienten. Wer zum Beispiel wegen einer Verengung der Herzkranzgefässe behandelt wurde, bei dem sollte unter anderem eine Gefäßverengung an der Halsschlagader und an den Beinschlagadern ausgeschlossen werden. Erfahrungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass hier sehr enge Zusammenhänge bestehen.

Wichtig sind außerdem Herz-Kreislauf-Voruntersuchungen für Raucher, Patienten mit Diabetes mellitus und Personen ab dem 60. Lebensjahr, die ein Risiko für Arteriosklerose haben. Zu diesen modernen, schonenden, ultraschallgestützten Vorsorgetests zählt auch die Suche nach einer Aussackung der Bauchschlagader (Aneurysma), deren Entwicklung man nicht bemerkt.

Es gibt leider keine Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen, die die gesetzlichen Kassen bezahlenWir arbeiten und geben Empfehlungen nach wissenschaftlichen internationalen Standards und Erkenntnissen, gestützt durch Studien und Leitlinien.

Im folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die internationale wissenschaftliche Literatur zum Thema Vorsorgeuntersuchungen von Herz- u. Kreislauferkrankungegeben.

Die Atherosklerose ist eine Gefäßkrankheiten die verschiedene Organe erkranken lassen kann. Mittels Ultraschall kann festgestellt werden, welche Gefäß erkrankt sind. Wenn einer Verengung der Herzkranzgefäße bekannt ist bestehen zu 23 bis 32 Prozent auch Verengungen bzw. zu 51 % Arteriosklerose [Verengungen?] an den hirnversorgenden oder Beinschlagadern.

Beim Vorliegen von Atherosklerose in den hirnversorgenden Schlagadern besteht zu 91 Prozent auch eine Ablagerung [ Verengung ?]  in den Herzkranzgefäßen .

Wenn Durchblutungsstörungen an den Beinen-Schlagadern Beschwerden verursachen bestehen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Verengungen an den Herzgefäßen.

Wenn Ablagerungen in den Schlagadern der Beine oder des Halses vorliegen bestehen solche zu 93 Prozent auch an den Herzgefäßen. Besteht keine Arteriosklerose an den hirnversorgenden Gefässen besteht eine solche zu 61 % auch nicht an den Herzgefässen.

Eine gesundheitliche Befragung, eine klinische Untersuchung sowie ein Ruhe- und Belastungs-EKG sowie wird empfohlen vor Beginn eines Trainings für Leistungs - und Breitensportlern, für Männer über 45 Jahre und Frauen über 55 Jahre , für Diabetiker und für Personen mit mehreren Risikofaktoren (Nikotin, Bluthochdruck, Übergewicht, hohe Blutfette. 

Die Stressechokardiografie sollte bei Risikopatienten als stichhaltige Methode zum Ausschuss von Durchblutungsstörungen am Herzen Anwendung finden. 

Anm.: wenn die Aussage für Risikopatienten gut kann sie bei Menschen mit normalem Risikoprofil nicht schlecht sein.

Die Stressechokardiografie liefert deutlich bessere Aussage zur Herzdurchblutung als das herkömmliche Fahrradbelastungs-EKG.

In der vorbeugenden Herz-Kreislauf-Medizin spielt die Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefässen eine wichtige Rolle.

Diabetiker haben ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko. Die frühzeitige Untersuchung der Herzdurchblutung mittels Stressechokardiografie kann das Risiko eines Herzinfarktes deutlich senken.

In einer aktuellen Studie italienischer Kardiologen trat in der Gruppe ohne Vorsorge-untersuchung deutlich häufiger ein Herzinfarkt auf als bei den Patienten mit Vorsorge-untersuchung und entsprechender Frühbehandlung. Die Studie lief über 4,5 Jahre.

Wer eine stressechokardiografische Untersuchung ohne krankhaften Befund absolviert hat, hat eine bessere Lebensprognose als die Normalbevölkerung.

Vorsorgeuntersuchungen auf Herzdurchblutungsstörung ist für Diabetiker wichtig.

Offen und konsequent behandelten französische Wissenschaftler in ihren aktuellen Empfehlungen und Untersuchungen die Verbindungen Diabetes mellitus und Herzkranzdurchblutungsstörungen: 

Mehr als die Hälfte aller Diabetiker sterben an Herzkranzdurchblutungsstörungen. Letztere verursachen oft (in 20 bis 35 Prozent) keinerlei Beschwerden (so genannte stumme Myokardischämien). 

Die Richtlinien der französischen kardiologischen Gesellschaft von 2004 schlagen vor, alle Diabetiker mit folgenden zusätzlichen Bedingungen mittels eines Belastungstests auf Herzkranzdurchblutungsstörungen zu untersuchen:

Diabetiker

  1. mit Komplikationen an der Niere oder Gefäßen der Beine,
  2. mit Eiweißspuren (Mikroalbuminurie) im Urin und zwei anderen klassischen Risikofaktoren,
  3. die planen, ein körperliches Training zu beginnen,
  4. ab dem 45. Lebensjahr mit Typ I (primär  insulinabhängig) Diabetes oder wenn ihrer Erkrankung länger als 15 Jahre besteht,
  5. die über 60 Jahre alt sind,
  6. deren Erkrankung über 10 Jahre bekannt ist,
  7. zwei zusätzliche klassischen Risikofaktoren bestehen (erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Nikotin, Übergewicht).

Übergewicht bedeutet ein deutlich erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.

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